kindern grenzen setzen

Durch das Grenzen-Setzen und Konsequent-Bleiben signalisieren Sie Ihrem Kind Verlässlichkeit

Wenn Kinder nicht auf Erziehungsberechtigte hören, helfen diesen meist, dass Sie lernen den Kindern Grenzen zu setzen.

Was passiert, wenn Kindern keine Grenzen gesetzt werden?

Von einem fünfjährigem Kind habe ich mal gehört: „Wozu soll ich auf meine Mama hören, denn es passiert ja sowieso nichts.“ Danach grinste das Kind und hüpfte fröhlich davon.

Wenn Kinder keine Grenzen gesetzt bekommen, fordern Sie Grenzen ein. Indem es zum Beispiel nicht auf Sie hört und trotzdem das Pausenbrot kurz vor dem Mittagessen geniesst. Wichtig ist, dass Sie das „Nichteinhalten von Grenzen“ nicht persönlich nehmen. Denn dies liegt im Naturell des Kindes. Kinder testen Grenzen in ihrem geborgenen Umfeld. Versuchen Sie dies in der nächsten kommenden Situation als Kompliment zu sehen, wenn Ihr Kind wieder einmal nicht auf Sie hört.

Warum sollte man Kindern Grenzen setzen? Und warum es so wichtig ist Kindern Grenzen zu setzen?

Nicht nur in der Erziehung werden den Kindern Grenzen gesetzt, sondern auch in Kindergärten und anderen pädagogischen Einrichtungen.

Rogge weist zu Recht darauf hin, dass Grenzen Kinder unterstützen und schützten. Grenzen gäben dem Kind Orientierung und Sicherheit. Kinder brauchen Grenzen und wünschen sich solche auch. Durch das klare Setzen von Grenzen fühle sich ein Kind einer Gesellschaft zugehörig. Gerade weil Eltern dem Kind Grenzen setzten, könne sich das Kind auf diese verlassen. Weil Eltern dem Kind Grenzen aufzeigten, könne sich das Kind in seiner Einzigartigkeit erleben und werde so in seinem Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein gestärkt.
Aus der Sicht von Rogge ist das Setzen von Grenzen die Aufgabe der Eltern. Er bezeichnet das Aufzeigen von Grenzen sogar als Pflicht. Rogge hebt zu Recht hervor, dass, wenn einem Kind keine Grenzen aufgezeigt würden, es diese dann fordert, bis es diese zu spüren bekomme. Indirekt fordere das Kind, dass seine Eltern ihren Erziehungsauftrag wahrnähmen. Erfährt das Kind laut Rogge keine Grenzen, dann fühle es sich verlassen und allein.

Durch klar gesetzte Grenzen entwickelt sich das Selbstvertrauen. Zudem ist das Kind in der Lage Beziehungen einzugehen und lernt vieles dazu. Weil dem Kind Grenzen gesetzt werden, kann es sich innerhalb dieser vertrauten Umgebung bewegen. Das Kind erlebt dadurch seine persönlichen Stärken und entwickelt sich gut. Grenzen zeigen einem Kind, was es kann und es wird automatisch dazu ermutigt an die Grenzen zu gehen. Weil das Kind Grenzerfahrungen von sich aus macht, wird ihm zugleich ermöglicht, dass es sich neue Ziele setzt. „Das Kind bekommt das Gefühl, einzigartig zu sein. Es entwickelt Achtung vor sich selber, und damit auch vor anderen. Es kann sich von anderen unterscheiden und sich damit in seinem Anderssein akzeptieren. Ohne Grenzen sind Individualität und Identität nicht möglich, ohne Grenzen wird die Ausbildung von Autonomie und Eigenständigkeit behindert.“

Ab wann soll Kindern Grenzen gesetzt werden?

Aus dem oben aufgeführten Grund ist laut Rogge das Setzen von Grenzen bereits im Kleinkindalter wichtig. Zudem seien die vielen Erfahrungen mit den Grenzen wichtig für die Entwicklung des Kindes.
Rogge zeigt auf, dass Grenzen bei jüngeren Kindern gut überlegt werden müssen, da diese noch sehr jung seien. Zudem kennen bereits kleine Kinder, was Regeln und Grenzen in der Erziehung sind.

Nicht nur fremden Kindern können Grenzen gesetzt werden, sondern auch für eher aggressivere Kinder ist das Grenzen setzen sehr wertvoll. Natürlich alles zum absoluten Wohle des Kindes und der Situation angebracht.

Wie kann man Kindern Grenzen setzen? Wie gelingt das Grenzen setzen bei Kindern in der Erziehung und/oder Pädagogik liebevoll?

 Überlegen Sie sich, in einem ruhigen Moment, wo in herausfordernden Situationen Ihre persönliche Grenze liegt. Direkt wenn Ihr Kind nachhause kommt, also vor der Grenzüberschreitung (ermöglicht respektvollen Umgang und ruhiges Reden), sagen Sie Ihrem Kind, dass es das Pausenbrot in seiner Tüte lassen soll (konkretes Verhalten des Kindes beschreiben). Zudem zeigen Sie Ihrem Kind die Konsequenz auf und kommunizieren auch diese im Vorfeld. Nämlich dass Sie ihm sein Pausenbrot wegnehmen werden, falls er dieses vor dem Mittagessen essen werde.

Vielleicht kommt jetzt bei dem einen oder anderem Leser der Gedanke, dass Konsequenzen Strafen sind. Dies ist es jedoch aus wissenschaftlicher Perspektive nicht. Denn bei Konsequenzen geht es darum, dass Grenzüberschreitungen Folgen für das Kind haben. Konsequenzen unterschieden sich von Strafen, da durch Konsequenzen das Kind ermutigt wird, Einsicht zu haben.

Damit Eltern konsequent handeln können, werden klare Worte und deren Beständigkeit benötigt. Das heisst, wenn einem Kind eine Grenze aufgezeigt wird und diese überschritten wird, dann halten sich die Erziehungsberechtigten daran, dass ein Kind die Folge erfährt. Somit wird dem Kind auch aufgezeigt, dass es sich auf die Erziehungsberechtigten verlassen kann. Dadurch wird dem Kind klar, dass Erziehungsberechtigte bei Grenzüberschreitungen auch wirklich handeln. Dabei gilt es für Eltern zu berücksichtigen, dass dem Kind nur Konsequenzen kommuniziert werden, welche sie selbst praktisch wie gefühlsmässig auch wirklich umsetzen können.

Haben Sie keine Zeit um Workshops oder Elternabende zum Thema „Kindern Grenzen setzen“ zu besuchen oder möchten Sie dies bequem von Zuhause aus tun. Dann erhalten Sie eine Schritt für Schritt Anleitung im Videoseminar „Trotzphase“ wie Sie Kindern Grenzen setzen können und es Ihnen in allen alltäglichen Situationen gelingt.

Was hilft, wenn man selbst Mühe hat, Kindern Grenzen zu setzen?

Habe ich mal Mühe einem Kind wirklich eine Grenze zu setzen, weil ich dies für mich nicht 100 % stimmig ist, hilft mir immer folgende aufgeführte unterstützende Erziehungsmassnahme und ich kann zum Wohle des Kindes die Grenze zu setzen und auch konsequent handeln:
„Durch das Grenzen-Setzen und Konsequent-Bleiben signalisieren Sie Ihrem Kind Verlässlichkeit.“

 

Sind Sie noch interessiert daran, wie man Kindern Nein sagen kann, ohne Schuldgefühle zu haben, können Sie dies aus dem E-Buch oder der Audiodatei: „Was Eltern WIRKLICH wissen müssen“ entnehmen.

 

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