Hausaufgaben

Hausaufgaben: Tipps für Eltern

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Hausaufgaben: Tipps auch für Schülerinnen und Schüler

Nach diesem Artikel wissen Eltern, Betreuer und Pädagogen:

– Was Sie tun können, wenn Kinder keine Hausaufgaben machen möchten

– Was Sie tun können, wenn diese die Hausaufgaben vergessen haben

– Wann der beste Zeitpunkt ist, um Hausaufgaben zu machen

– Wie es Ihnen gelingt, dass das Kind die Hausaufgaben alleine macht

– Wie Sie mit klingelndem Handy während den Aufgaben umgehen können

– Warum und zu welchem Zweck dienen die Aufgaben zu Hause oder in Tagesschulen

Eigentlich geht es ja bei den Hausaufgaben darum, dass mein Kind den Schulstoff verarbeitet, übt und vertieft. Doch bei uns Zuhause gehört der tägliche Streit schon fast dazu. Nach den fast täglichen Streitereien wegen den Hausaufgaben, haben weder ich noch mein Kind noch Motivation und Kraft die HA zu erledigen. Dies sieht bei uns folgendermaßen aus. “Leg zuerst dein Handy weg und schalte es aus, damit du dich konzentrieren kannst!” Oder wenn ich nicht darauf bestehe, das Handy auszuschalten, dann lässt er seine Aufgaben liegen, um das klingende Handy zu bedienen. Zudem kommt noch dazu, dass er oft nicht weiss, was er für Aufgaben hat oder wie er diese lösen kann. Und ganz ehrlich, manchmal verstehe ich meinen Sohn sehr gut und frage mich wirklich, welchen Sinn teilweise seine Hausaufgaben haben. Und manchmal verstehe ich den Schulstoff nicht, da wir zu unserer Zeit andere Inhalte lernten.  Zudem macht er einfach nicht gerne seine Hausaufgaben.

Belastung:
Laut einer Deutschen Studie und auch aus meinen Erfahrungen geht hervor, dass Schülerinnen und Schüler (Sus) bei den HA unter starker Belastung stehen. Denn die Sus stehen von der Schule und vom Elternhaus unter starkem Leistungsdruck.

Emotionen sind bei den Hausaufgaben entscheidend:
Die Emotionen der Sus spielen bei den Aufgaben eine zentrale Rolle. Daraus lässt sich leiten, dass auf die Emotionen besonders Rücksicht genommen werden muss. Dementsprechend ist für die Ausführung einen entsprechenden Rahmen zu gestalten, so dass Ihr Sohn sich gut fühlt, schon bei dem Gedanken an die Hausaufgaben.

Umgang mit unverstandenen, unlösbaren und schwierigen Hausaufgaben:
Damit ist gemeint, dass er bei der Lehrkraft nachfragtwenn er die Hausaufgaben nicht verstanden hat und falls Ihr Sohn dies nicht macht, aus welchen Gründen auch immer. Dann machen nicht Sie als Elternteil die Aufgaben für Ihr Kind, sondern geben einen Brief mit in die Schule und schreiben, dass Ihr Kind die Hausaufgaben nicht verstanden hat. Klären Sie mit der Lehrkraft, wie Sie bei einem solchen Fall vorgehen können. Denn die Lehrkraft möchte auch nicht, dass die Eltern Zuhause Aufgaben haben, denn diese haben schliesslich im Alltag genügend zu tun. Zudem senden von den Eltern gemachte Aufgaben der Lehrkraft eine falsche Botschaft. Nämlich diejenige, dass Ihr Kind den Schulstoff bestens versteht und auch zukünftig schwierigere Aufgaben bekommen kann. Kommen die Aufgaben unerledigt oder nur teilweise erledigt zurück in die Schule, weiss die Lehrkraft, dass Ihr Sohn den Schulstoff noch nicht gänzlich verstanden hat und kann auf den Schulstoff nochmals eingehen.

Art und Weise wie Eltern ihr Kind bei den Hausaufgaben unterstützen und motivierten können:
Da bei den Aufgaben Zuhause oder in Betreuungsinstitutionen die Emotionen eine zentrale Rolle einnehmen, ist es sehr entscheidendauf welche Art und Weise Eltern ihr Kind bei den Ausarbeiten unterstützen. Damit das Thema Hausaufgaben für Eltern und Kinder gelassener und entspannter wird, ist es hilfreich, wenn Eltern ihr Kind in der Autonomie fördern. Das heisst, dass sie keine Antworten vorsagen und so die Hausaufgaben lösen, sondern gezielte Fragen stellen wie zum Beispiel: “Ich sehe im Abschnitt X noch etwas, was noch nicht erledigt ist” oder “Schau hier nochmals genau hin. Du findest selbst heraus, was noch nicht richtig ist. Ich bin mir sicher, dass du dies lösen kannst.” Es ist ganz wichtig, dass Sie Ihrem Sohn nicht die Lösungen sagen, denn die Aufgaben sind für Ihren Sohn gedacht. So sind Sie eine grosse Hilfe bei den Hausaufgaben.
Auch dies braucht ein paar Wochen Übung und dann sind alle Beteiligten bei diesem Thema entspannter. Denken Sie daran, wenn Sie sich einmischen, signalisieren Sie ihrem Sohn, dass er die Hausaufgaben selbst nicht lösen kann und dies geht dann auf die Kosten des Selbstwertgefühls, welches zu negativen Emotionen und Gefühlen führt. Daher helfen Sie Ihrem Kind nach dem Motto “Hilf es mir selbst zu tun” und unterstützen Ihn in der “Zone der nächsten Entwicklung” Möchten Sie genauere und im Alltag nochmehr einsetzbare Informationen zu „Hilf es mir selbst zu tun“ und zur „Zone der nächsten Entwicklung“, dann erhalten Sie diese aus dem Buch „Was Eltern Wirklich Wissen müssen“ zu entnehmen.

 

Zweck der Hausaufgaben:

Diese haben den Zweck, dass das Gelernte vertieft, verankert und geübt wird. Denn durch das Üben sieht die Lehrkraft, ob Ihr Sohn die Aufgaben verstanden hat. Der Neurologe Jänke betont ebenfalls, dass ein Üben nicht wegzudenken ist, denn das Gehirn braucht dies, damit sich in der Gehirnstruktur mehr Verbindungen bilden können.

Einfach keine Lust auf Hausaufgaben:
Ist jedoch das Argument, dass zum Erledigen der Aufgaben jedoch die Motivation fehlte oder Ihr Sohn einfach keine Lust dazu hatte, wird er nicht darum herum kommen, dass er am Folgetag viel mehr Aufgaben hat. Damit Ihr Sohn sich bei den Hausaufgaben konzentrieren kann, ist es hilfreich, wenn Sie mit Ihm zusammen Regeln abmachen. Zum Beispiel besprechen Sie gemeinsam:
– Was er braucht, um sich während den HA gut zu fühlen? Denn dies ist die Basis, da die Emotionen eine zentrale Rolle spielen. Fragen Sie ihn ebenfalls, was er hierzu beitragen kann?
– Klären Sie bis wann die HA grundsätzlich erledigt sind
– Klären Sie an welchem Ort er die Hausaufgaben macht (fixer Platz vereinbaren)
– Was braucht Ihr Sohn, damit dieser sich konzentrieren kann (zum Beispiel, dass Handy auf Flugmodus stellen, etc.)
– Besprechen Sie auch, dass man im Leben nicht immer alles sinnvoll findet und auch in der Berufswelt aufgetragene Aufgaben trotzdem ausgeführt werden müssen, unabhängig davon ob man Lust dazu hat oder eben nicht
– Besprechen Sie ebenfalls die Konsequenzen, wenn er die HA nicht erledigt, weil er keine Lust hat.
– Bleiben Sie bei nicht einhalten der besprochenen Regeln konsequent. Denn spätestens nach einem Monat weiss Ihr Sohn, dass Sie Konsequent-Bleiben und dann haben Sie diesbezüglich keine Streitereien mehr. Eine möglich Konsequenz könnte sein, dass er nicht mit einem Freund abmachen darf bevor die Hausaufgaben gemacht werden etc. (Möchten Sie noch mehr über das Thema Konsequent-Bleiben erfahren, können sie dies aus dem Buch „Was Eltern Wirklich Wissen müssen“ entnehmen)
– Besprechen Sie ebenfalls, wozu Hausaufgaben gut sind

Qualitative Hausaufgaben:
Natürlich gibt es auch Lehrkräfte, welche vermehrt Hausaufgaben geben, welche nicht sinnvoll sind. Erfahrungsgemäß und auch aus Studien können Schülerinnen und Schüler sehr gut einschätzen, was sinnvolle Hausaufgaben sind. Als quantitative Hausaufgaben gelten:
– wenn die Hausaufgaben differenziert sind, also dem Leistungsstand Ihres Sohnes entspricht (verschiedene Schwierigkeitsgrade werden den Sus entsprechend ihrem Leistungsstand verteilt)
– wenn Sus Informationen beschaffen müssen. Zum Beispiel ein Interview

Zum Schluss fasse ich noch ein Studienresultat zusammen. Hierzu wurde Sus beobachtet, welche alle den gleichen IQ und die gleichen Voraussetzungen hatten. Nach einer einjährigen Beobachtung geht hervor:
dass die Leistung der Sus sinkt, wenn diese zu viele Aufgaben bekommen
– wenn die Sus wenig Rückmeldung von der Lehrkraft bekommen, sinkt die Leistung aufgrund fehlender Anerkennung
– regelmäßige und sinnvolle HA steigern die Leistung

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Art und Weise wie die Schülerinnen und Schüler die Hausaufgaben bekommen, sehr entscheidend für die Belastung ist.
Werden die Schülerinnen und Schüler in ihrer Autonomie gefördert, indem die Eltern die  Sus unterstützen ihre Aufgaben selbst zu tun, dann steigert dies die positiven Emotionen und somit auch die Leistung. Denn durch die Autonomieförderung  wird das Selbstwertgefühl gestärkt und dies ermöglicht positive Emotionen. Was wiederum die Basis ist, damit eine gelassene und stressfreie Hausaufgabenatmosphäre entstehen kann können.

Die Videos mit Herr Grolimund und Partner sind sehr empfehlenswert, wenn Sie mit Ihrem Kind Hausaufgaben machen möchten. Es wird auf witzige Weise veranschaulicht, wie Sie konkret vorgehen können. Zum Beispiel: wie Ihr Kind Wörter lernen kann.

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