Aktives Zuhören

Aktives Zuhören: Was dies ist & wie es gelingt

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Kennen Sie den Satz: „Das habe ich anders verstanden.“

Aktives Zuhören kommt von Carl Ransom Rogers und wird im Unterricht von  Kommunikationstrainings gelehrt. Darunter wird verstanden, dass der Zuhörer dem Sprecher mit voller Aufmerksamkeit zuhört. Dies bedingt, dass der Zuhörer während des Hörens, mit seinen Gedanken ganz beim Sprecher ist und sich nicht noch gedanklich überlegt, was man abends noch alles tun könnte… Durch diese Art von Zuhören ist es möglich, einen verständnisvollen und emphatischen Dialog zu führen, welcher Vertrauen aufbaut.

Kennen Sie den Satz: „Das habe ich anders verstanden.“

Im Alltag passiert es immer wieder, dass eine Botschaft, welche wir aussenden, nicht richtig verstanden wird. Dies kann natürlich auch in der Anwendung der Gewaltfreien Kommunikation vorkommen. Deshalb schlägt Rosenberg (2005: 95) vor, dass wir den Zuhörer bitten sollen, jenes, was er verstanden hat, in seinen eigenen Worten zu wiederholen, also zu verbalisieren. Somit kann sichergestellt werden, dass die Aussage auch richtig verstanden wurde.

Wenn man nun feststellt, dass die Person den Sprecher nicht korrekt verstanden hat, sagt man dies nicht direkt („du verstehst mich falsch“), sondern versucht, die Bitte nochmals mit anderen Worten verständlich zu erklären. Es kann natürlich vorkommen, dass das Gegenüber auf die Aufforderung verständnislos reagiert. In diesem Fall ist es wichtig, das man ihm Wertschätzung und Einfühlung entgegenbringt.

Aktives Zuhören hat zum Beispiel eine mögliche Regel. Nämlich dass der Zuhörer  während des Zuhörens nicht mit seinen eigenen auftauchenden Gedanken beschäftigt ist. Zum Beispiel: „Mmm was könnte ich heute noch alles unternehmen, etc…“ Auch wenn es sich auch um Gedanken handelt, welche zum Thema gehören, sollten diese nicht geäussert werden. Da es beim aktiven Zuhören darum geht, seinem Kind oder anderen Gesprächspartner wirklich zuzuhören ohne zu unterbrechen.

Wie gehe ich mit solchen auftauchenden Gedanken um?

Dann laut der Achtsamkeitstrainerin Mitzlick ist es wichtig, dass die auftauchenden Gedanken nicht zu werten sind. Und ebenfalls ist es hilfreich, dass man sich selbst nicht verurteilt, weil Gedanken auftauchen, obwohl man aktiv zuhören möchte. Tauchen Gedanken auf, wird empfohlen, dass akzeptiert werden soll, dass solche Gedanken aufgetaucht sind. Wie zum Beispiel: „Ok jetzt sind Gedanken aufgekommen und nun versuche ich wieder aktiv zuzuhören.“ Somit wird akzeptiert, dass diese Gedanken aufgekommen sind und gleichzeitig wird verhindert, diese Gedanken weiterzuspinnen. Doch auch dies braucht Übung und gelingt bei jedem weiteren Versuch besser. Trotzdem wird Ihr Kind dafür dankbar sein, denn wenn jemand wirklich zuhört, kann dies ein grosses Geschenk sein. Eine solche Gesprächsführung ist auch bei Mitarbeiterngesprächen empfehlenswert. Wie Kindern in herausfordernden Alltagssituation achtsam zugehört werden kann inkl. einer Schritt für Schritt-Anleitung finden Sie im gelassenen Trotzphase Videokurs.

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